Entries from March 2009

Schmorbraten

Serverausfall - und dann noch einer der Datenbankserver.
Eigentlich ein Grund, hektisch zu werden, wir konnten aber relativ entspannt sein, weil gleich der nächste Server den Job des defekten übernommen hatte. Dennoch: was war da los ?

Wir öffneten die Tür zum Serverraum und rümpften die Nase. Es stank nach Pertinax und sofort war uns klar was passiert sein musste: da ist was durchgebrannt oder weggeschmort.

Damit lagen wir dann auch gar nicht so verkehrt, was wir nach dem Aufschrauben des Servergehäuses feststellen mussten:

Schmor-Platine


Damit hatte die Platine ihr Zeitliches gesegnet.
Zum Glück gibt's den Reserveschrank, sodass nach wenigen Minuten die Kiste wieder lief. :-)

Magix-Fesseln

Ich installierte mir am Wochenende "Magix Fotos auf CD&DVD 8.0", um schnell und einfach ein paar Diashows zu erstellen.
Daß die Installation jedoch fast soviel Zeit in Anspruch nehmen sollte wie die Installation eines umfangreichen Spiels von 2 DVDs oder die Installation von Windows, hätte ich nicht gedacht.
Magix installiert und installiert und installiert und haut dabei ein Tool nach dem anderen auf die Platte.
Ey, ich wollte nur eben schnell 'ne Diashow erstellen. Wozu brauche ich 'nen SQL-Server und Tool XYZ und Programm Blablabla ?

Interessant waren die unzähligen Rückfragen seitens Kaspersky, welche Berechtigungen Magix so alles haben will.
Da werden Registryschlüssel und Programmmodule ausgelesen, da wird der Zugriff auf den kennwortgeschützten Speicher von Windows erfordert und es wird die eine oder andere Internetverbindung aufgebaut.
Klar, nahezu jedes Programm greift bei der Installation auf die Registry zu und schreibt, liest und ändert ggfs. Schlüssel, schreibt Dateien ins System32-Verzeichnis und macht und tut, aber soviele Meldungen wie für Magix hatte ich noch nie (!) erhalten.
Ein Viertel der Zugriffe blockierte ich fröhlich und die Anwendung läuft nach der Installation trotzdem.

Danach ging's weiter: die Konvertierung der Show ins MPEG-2-Format erfordert eine Freischaltung ! Dies ist online oder telefonisch. Aha.
Gut, gut, mach' ich's eben online. Aber Pustekuchen: man muss sich und die Software erstmal registrieren !
Alles klar: eine Müll-E-Mail-Adresse angelegt und die Felder im Registrierungsformular mit Schwachsinn ausgefüllt.
Abschließend kommen zwei kleine Kästchen:
"Ja, ich will Mitglied im Magix-Club werden" und "Nein, ich will kein Mitglied werden, möchte aber News per E-Mail empfangen".
Hä ? Was ist das denn ? Ich bin also gezwungen, das eine oder das andere auszuwählen. Entweder Mitglied werden oder Müll-Mails empfangen. Na herzlichen Glückwunsch !
Gut, über die darf sich dann der Anonmailer vom CCC freuen.

Ist 'ne klasse Gängelung finde ich.
Erstmal wird 'ne Masse an Zeug installiert, dann muss man sich zwangsregistrieren, die Möglichkeit zur MPEG-2-Konvertierung freischalten und sich anschließend noch knebeln lassen.
Na ist ja ganz toll.
Ich denke, dies wird mein letztes Magix-Produkt sein. Danke.

Pseudo Experten

Ich find's immer wieder klasse, daß mich Leute ansprechen (die User und das Reinigungspersonal im Büro, Nachbarn und Leute, die über andere Leute an mich herantreten) ob ich ihnen nicht sagen könne, weshalb dies und jenes auf ihrem Rechner nicht mehr laufen würde und wie sie's wieder geradebiegen können.
Auslöser für 95% der Ausfälle und Fehler sind immer wieder Freunde, Bekannte und Familienmitglieder, die sich als Experten ausgeben und "mal eben schnell was installieren".

Da werden gecrackte Anwendungen und Schwarzkopieren von Windows installiert, aufdass sich hinterher jeder wundert, weshalb der Explorer ständig abstürzt, die Taskleiste spinnt oder sich Programmmodule ständig aufhängen.
Die "Experten" raten dann noch zu "wichtigen" Tools wie "Bear Share" und "Limewire", ohne sich vorher über integrierte Spyware informiert zu haben. Sie raten zu Firefox und installieren die Version 2.x, die total veraltet ist.
Es werden Messenger-Anwendungen installiert, Cl*n* CD und sonstiger Mist, den nur die selbsternannten Experten selbst "brauchen" - aber ansonsten keiner ihrer "Kunden".

Kurz durch die Computerbild geblättert und auf der C't geschlafen, geben sie die klügsten Ratschläge und verhunzen dabei mehr, als dass sie ihren Freunden und Bekannten wirklich helfen.

Wenn sie keine wirkliche Ahnung haben, dann sollten sie das sagen und nicht so tun als wären sie eine Mischung aus Bill Gates und Steve Jobs.
Komisch ist dann nur, dass sie bei den selbstverursachten Problemen nicht weiterhelfen können und nur auf andere verweisen, die's dann wieder richten sollen.
Und dann komme ich ins Spiel - oder zumindest vermeintlich, denn ich stelle mich doof und sage nur: "Keine Ahnung. Also ich als Laie würde alles neu installieren."

Web-PC

Einer der User-PCs versagte gestern seinen Dienst und wurde von uns ausgetauscht.
Heute schraubten wir das Gerät auf, um nach dem Fehler zu suchen, als uns eine kleine Überraschung erwartete. :-D
Wir hatten einen echten Web-PC in der Hand. Und "Web" kommt hier nicht von Web, also dem World Wide Web, sondern von "weben". Quasi also wie der Webstuhl, der ja auch nix mit dem Internet zu tun hat.

Aber seht selbst. :-D

Spinnweben

Automatische Programminstallation mit Adminrechten

Weil ich es leid war, ständig durch's Haus laufen zu müssen, um den Flashplayer zu aktualisieren, habe ich mir eben ein Script erstellt.
NetInstall ist abgestellt und der SCCM läuft noch nicht. Also müssen die Installationen derzeit noch zu Fuß durchgeführt werden.
Um dies zu vereinfachen, schnappte ich mir AutoIt, mit dem ich bereits zuvor gute Erfahrungen machte, und schrieb mir ein Script, das es den Usern ermöglicht, den Flashplayer - mit Adminrechten - selbst zu installieren.

Das ganze sieht dann so aus (falls es auch mal einer braucht):

QUOTE:

#Region ;**** Directives created by AutoIt3Wrapper_GUI ****
#AutoIt3Wrapper_icon=L:\Multimedia-Anwendungen\Adobe Flash-Player\AutoIt_gescriptet\flashplayer-icon.ico
#AutoIt3Wrapper_outfile=L:\Multimedia-Anwendungen\Adobe Flash-Player\AutoIt_gescriptet\Installationsdatei.exe
#AutoIt3Wrapper_Res_Language=1031
#EndRegion ;**** Directives created by AutoIt3Wrapper_GUI ****
; Installationsscript für den Adobe Flashplayer
; ----------------------------------------------------------------------------
;
; AutoIt Version: 3.3.0.0
; Autor: Mr.Nerd
; 25.03.2009
;
; ----------------------------------------------------------------------------


Local $UserName = "sa_TestAccount"
Local $Password = "Testpasswort"
Local $ScriptDir = "C:\Dokumente und Einstellungen\" & @UserName & "\Installationsdateien\"
Local $Program = $ScriptDir & "flashplayer.exe"
Local $workingdir = "\\MeinServer\Public\Install"

If FileExists("\\MeinServer\Public\Install\flashplayer.exe") Then
DirCreate($ScriptDir)
MsgBox(0, "Flashplayer-Installation", "Die Installationsdateien werden nun kopiert und anschließend ausgeführt.")
FileCopy("\\MeinServer\Public\Install\*.*", $ScriptDir, 9)
RunAs($UserName, "MeineDomain", $Password, 0, $Program, $workingdir)

;Fenster schließen
winwait("Adobe Flash Player ActiveX Installation: Fertig")
ControlShow ("Adobe Flash Player ActiveX Installation: Fertig", "&Beenden","Button2")
ControlClick ("Adobe Flash Player ActiveX Installation: Fertig", "&Beenden","Button2")

MsgBox(0,"Installationsabschluss", "Die Installation wurde beendet und alle lokalen, temporären Dateien gelöscht.")
DirRemove($ScriptDir, 1)

FileChangeDir("\\MeinServer1\Public\")
DirRemove($workingdir,1)
Else
MsgBox(0,"Fehler !", "Die Installation kann nicht ausgeführt werden, weil ein Teil der Installationsdateien fehlt. Bitte wenden Sie sich an den Support.")
EndIf

Exit


Hierbei passiert also folgendes:

1. Die Flashplayer.exe wird zusammen mit der Installationsdatei.exe (beinhaltet kompiliert obiges Script) in das öffentliche Verzeichnis ..\Public kopiert.
2. Nach dem Ausführen der Installationsdatei.exe durch den User wird unter C:\Dokumente und Einstellungen\$Benutzername ein Ordner angelegt, in den die beiden Dateien kopiert werden.
3. Aus dem angelegten Ordner wird die Flashplayer.exe mit den Adminrechten des sa_TestAccounts aufgerufen und ausgeführt.
4. Nach Abschluss den Installation "drückt" das Script selbständig den "OK"-Button des Dialogfensters des Flashplayer-Installers und löscht das lokal angelegte Verzeichnis mit den Dateien.
5. Zum Abschluss wird das Verzeichnis im öffentlichen Ordner (weitestgehend) geleert.

Das sich das Script während seiner Laufzeit nicht selbst löschen kann, verbleibt die Installationsdatei.exe im öffentlichen Verzeichnis. Führt man diese erneut auf, erhält man (nach Prüfung durch das Script) eine Meldung, dass die Installation nicht durchgeführt werden kann, weil Dateien - in diesem Fall die zuvor gelöschte Flashplayer.exe - fehlen.

Das war's. Jetzt brauche ich den Usern nur noch die Dateien zur Verfügung stellen und brauche nicht mehr durch's Haus zu laufen.
Wenn erstmal der SCCM am Start ist, hat sich auch das Script erledigt, aber bis dahin ist's eine recht komfortable Lösung. :-)

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