Spielereien - Entries from November 2011

FIFA 12 auf dem iPad mit iPhones als Controllern

Kurze Unterbrechung der Arbeitszeit - das iPad wird auf den Tisch gestellt, denn es war noch eine Revanche in FIFA 12 offen.
Aber hierfür kommt keine Konsole zum Einsatz, sondern ein iPad und zwei iPhones.

EA hatte hier eine - meiner Meinung nach - eine richtig gute Idee, die zwar (noch) nicht 100%ig rund läuft, aber trotzdem Laune macht: FIFA 12 gibt's für 8,- € für's iPad, gesteuert werden die Spieler über eine kostenlose App EAs auf den iPhones der Spieler. Das Telefon wird damit zum Controller ! Für Android gibt's die kleine Anwendung leider nicht, sodass hierfür zwingend ein iPhone verwendet werden muss - vermutlich zwecks Kompatibilität zum iPad.

Leider bringt die App einige Bugs mit wie wirre Zeichensätze, die sich über das halbe UI erstrecken oder Verbindungsabbrüche. Die Verbindung wird übrigens per Bluetooth zum iPad hergestellt, WiFi sollte abgeschaltet sein, um Latenzprobleme auszuschließen.

Erwarten kann man bei dieser Lösung also kein ausgereiftes und völlig stabiles Produkt, aber das Ganze ist dennoch eine einwandfreie Idee, die weiter ausgefeilt werden kann, die jetzt aber schon Spaß für zwischendrin bringt. :-)


Call of Duty: Modern Warfare 3 - Erste Multiplayer-Erfahrung

Gestern war der offizielle Verkaufsstart von Modern Warfare 3 und nach den vielen und ständigen Problemen in und mit Battlefield 3 griff ich direkt zu.
Ich erwartete von dem Spiel einiges und tatsächlich: es enttäuschte sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht nicht - bis auf einen Punkt.

Installation und Konfiguration

MW3 setzt STEAM voraus - nichts neues also. Ich erwartete, dass die Installation wieder zwei bis drei Tage dauern würde, denke ich da noch an Black Ops.
Als ich die zwei DVDs in der Packung sah, schwante mir schlimmes, aber ich wurde überrascht und damit ist das auch schon der einzige Punkt, der meine Erwartungen nicht erfüllte.
Denn CoD installierte sich offenbar von DVD, ohne den Inhalt aus dem Internet zu laden ! Dies schließe ich aus der relativ kurzen Installationszeit von ca. 30 Minuten. Der Content-Download hätte mit meiner nur 4 MBit hergebenden Leitung sicherlich länger gedauert, abgesehen von der Auslastung der Server. Im Vergleich dazu dauerte die Installation von CoD: Black Ops ganze zwei Tage und mehrere Abbrüche.
Somit verlief Installation und Start sehr reibungslos und absolut zufriedenstellend ! Ganz anders also als bei BF3 !

Die Konfiguration der Spieleinstellung gestaltet sich CoD gewohnt einfach. Übersichtliche Menüs, ohne großartig verschachtelte Untermenüs lassen die Einstellung von Grafik, Sound und Tastaturbelegung einfach und schnell zu.
Und damit kann man auch gleich loslegen.


Singleplayer-Kampagne

Die Singleplayer-Kampagne spielte ich ganze 10 Minuten an. Seit CoD: World at War begeistern mich die Einzelspieler-Parts der CoD-Reihe nicht mehr, weil mich schlauchförmige Levelabschnitte, unzählige gescriptete Ereignisse, doofe KI und unendliche Gegnermassen langweilen und bisweilen nerven. Wem's jedoch gefällt, der bekommt Action pur, mit toller Grafik und super Sound-Kulisse in 5.1 .
Und wer schonmal in der New Yorker Wall Street unterwegs war und das Gebäude der Börse kennt, wird sich gleich "heimisch" fühlen und darf endlich auch mal das "Parkett" betreten, wenngleich es in Trümmern liegt.


Multiplayer

Der Multiplayer-Part, sicherlich DER Hauptteil des Spiel, machte mich am Meisten neugierig. Schließlich las ich von LAN-Modus und dedizierten Servern.
Apropos Server: die kann man sich in MW3 wie schon in MW2 nicht aussuchen ! Und damit enttäuschte mich das Spiel nicht, denn das hatte ich vermutet/erwartet.
MW3 sucht den zum eigenen Skill und Rang passenden Server, schmeißt den Spieler mit anderen zusammen und würfelt alle auf irgendeinen Server und genau da liegt das Problem !
Nicht nur, dass alleine das Zusammenstellen der Spielerliste Geduld erfordert, weil ständig Spieler getrennt werden oder CoD ein neues Spiel sucht, sondern auch weil der eigentliche Serverbeitritt gerne mal viel, viel Zeit und Nerven erfordert.

Der Spielmodus (TDM, DM, etc.) lässt sich nur begrenzt auswählen, denn erst nach erreichen eines bestimmten Rangs, hat man mehr Auswahl (z.B. TDM HC).
Server lassen sich gar nicht auswählen. "Suche passende Spiele" meldet CoD und sucht. "50 gefunden" und dann heißt es warten. CoD scheint sich wiederholt mit Servern zu verbinden, denn immerhin wird die Map geladen. Gerne mal war es das dann aber auch schon. "Zeitüberschreitung. Verbindung getrennt" heißt es dann gerne schonmal, nachdem man erstmal 30 nicht abbrechbare Sekunden lang warten durfte oder aber es gibt es Problem mit dem Host.
So saß ich gestern mal eine halbe, mal eine viertel Stunde lang nur da und wartete, bis CoD endlich mal ein Spiel zustande brachte. Super, vor allem, wenn man mal eben schnell eine kleine Multiplayerrunde spielen will !

Und dann gibt es da noch das "bewährte" Problem, das es auch bereits in MW2 schon gab: "Host getrennt". Mitten im Spiel verabschiedet sich der Host und die Partie wird eingefroren. CoD versucht dann, Spieler und Punkte auf einen neuen Host zu übertragen, was in zwei Fällen schnell funktionierte, im dritten jedoch nicht. Ich musste ca. zehn Minuten warten, konnte den Vorgang nicht abbrechen und flog schließlich doch mit der Fehlermeldung "Zeitüberschreitung. Verbindung getrennt" aus dem Spiel. Danke !

Der fehlende Serverbrowser und die völlige Entmündigung des Spielers hinsichtlich Auswahl von Server, Team und Spielmodus ist das, woran das Spiel massiv krankt.
CoD schreibt einem vor, wo, mit wem und in welchem Team man zu spielen hat. Selbstentscheidung unerwünscht.

Wenn man aber erstmal auf einem Server ist und auch mehrere Runden spielen kann, macht's richtig Spaß.
Was die Battlefield-Reihe an Simulation ist, so ist CoD ganz klar Arcade. Insbesondere im TDM rennt man nur noch durch die Maps und mäht alles nieder was einem vor die Flinte läuft. Taktisches Vorgehen unerwünscht, weil sonst sofort "Camper"-Rufe laut werden.

CoD macht ganz klar Spaß, wenn man nur mehr Entscheidungsfreiheit hätte !

Battlefield 3 - Frust bei "Party Join"

Gestern abend sorgte Battlefield erneut für Frust. Mit einigen Spielern starteten wir den Versuch, eine "Party" zu erstellen und damit gemeinsam einem Server beizutreten, doch dieses Vorhaben wurde schon im ersten Schritt erschwert. So kamen Join-Requests und Bestätigungen bei den jeweiligen Spielern nicht an, weil der Webbrowser beharrlich keine Hinweise und Infofenster anzeigen wollte. Auch die Konfiguration der Sound-Hardware nach dem Einstecken des Mikrofons scheiterte, weil der entsprechende Link dazu fehlte. All diese Probleme konnten jeweils mit wiederholten Neustarts des Webbrowsers behoben werden, denn ein Refresh der Seite über "F5" brachte in keinem der Fälle etwas. Nachdem wir es nach rund einer halben Stunde endlich schafften alle zusammen zu sein, uns per Battlenet zu verständigen und bereit waren zu spielen, scheiterte der gemeinsame Serverbeitritt verschiedenartig.
Auch hier wurden wieder Fenster (z.B. zum Bestätigen des Serverbeitritts) nicht angezeigt, stürzte Battlefield bei einigen wie gewohnt beim ersten Launch aus dem Browser heraus ab, crashte nach drei Minuten im Spiel oder machte sonstige Probleme.
Das Fazit war, dass wir dieses Feature nicht mehr nutzen werden, jeder alleine dem oder einem anderen Server beitrat (weil der gemeinsam gewählte zwischenzeitlich voll war) oder das Spielen für den Abend ganz aufgab.

Sicher eine tolle Idee seitens DICE, aber auch diese mangelhaft und massiv fehlerhaft umgesetzt. Dadurch nutzlos und ein weiteres unnötiges Ärgernis.
Ab heute steht CoD:MW3 in den Regalen der Händler und laut diversers Aussagen wird es trotz STEAM-Pflicht einen LAN-Modus geben was Battlefield ebenfalls nicht mitbringt sowie einen ingame Serverbrowser. Wenn das Spiel dann noch stabil läuft und nicht IW wieder entscheidet welchen Server man joinen darf, erinnert MW3 schon jetzt an die guten alten Zeiten von BF, BF2, CoD:UO, COD 2 oder CoD 4 (MW1), in denen einfach alles lief und man auch im LAN glücklich werden konnte.
Man wird sehen. Ich jedenfalls hab' erstmal genug von Battlefield und seinen Zicken und werde heute abend zu MW3 greifen.

Battlefield 3 - Reine Zeitverschwendung

Battlefield 3 ist reine Zeitverschwendung, weshalb ich von einem Kauf derzeit noch abraten würde.
Sicher: welches Computerspiel ist im Grunde keine Zeitverschwendung ? Battlefield 3 ist es jedenfalls allemal, verbringt man doch sehr, sehr viel Zeit damit, Abstürze, Ladeprobleme, Disconnects und sonstige Bugs in Kauf zu nehmen.
Startet man das Spiel aus dem Webbrowser heraus (richtig gelesen ! Es gibt keinen Ingame Browser mehr), stürzt es gerne schonmal beim Starten ab. Also probiert man es erneut. Wenn man Pech hat, ist der gewählte Server dann schon voll.
Hat man es geschafft, das Spiel zu starten, vermiest es einen den Spielspaß durch wiederholte Abstürze während des Spiels, die sich entweder in einem "Crash to Desktop" äußern oder wahlweise in einem schwarzen oder aber auch weißen Bildschirm, auf dem jeweils nur noch der Mauszeiger zu sehen ist. Alle bis dato gesammelten Punkte, Auszeichnungen, und Belohnungen sind dann für den Arsch, sodass man nochmal anfangen kann; bis zum nächsten Absturz. Dann fängt man nochmal an und vielleicht auch nochmal und wenn man Glück hat, übersteht man eine Runde ohne Absturz.

Dass dies nicht nur mir so geht, kann man in zahlreichen Foren lesen, am Besten jedoch im sogenannten "Community-powered support", der Teil des Battlenets ist und über die tolle URL "http://getsatisfaction.com/battlefield3" zu erreichen ist, wobei "get satisfaction" hier definitiv falsch gewählt ist, da Frust und Ärger überwiegen.
Bleibt zu hoffen, dass SHICE und EA diese Probleme baldmöglichst in den Griff bekommen, bevor ihnen noch mehr Spieler davonlaufen; schließlich liegt ab Dienstag der schärfste Konkurrent "Call of Duty: Modern Warfare 3" in den Läden. Ob Infinity Ward und Activision es besser machen wird man dann noch sehen. Schließlich haben sie bereits jetzt schon angekündigt, dass die neue Multiplayer-Plattform "Elite" bei Verkaufsstart erstmal nur für die Konsolen und später erst für den PC und selbst dann nur in abgespeckter Form verfügbar sein wird.
Und auch hier frage ich mich, weshalb die Hersteller solche Faxen und neue Versuche machen, die alle in die Hosen gehen, statt sich einfach mal wieder auf's Wesentliche zu konzentrieren: auf ein Spiel, das problemlos läuft, das einen LAN-Modus, einen Ingame-Browser und die Möglichkeit für das Aufsetzen eigener Server bietet. Mehr wollen wir doch gar nicht !

Trubel um EA und Origin

Ich lehne mich täglich genüsslich zurück und verfolge die Meldungen rund um EA und Origin.
Nachdem EA bereits schon seit einiger Zeit aufgrund der nachlassenden Qualität von Spielen wie Need for Speed und Medal of Honor in der Kritik war und auch Diskussionen rund um SPORE hinnehmen musste, haben sie sich mit Origin und der Sammlung von Daten ein richtiges Ei gelegt.
Klar, aufgeregt hab' auch ich mich, aber die Installation, der Start des Spiels und das Spielen selbst waren und sind viel mehr zum Kotzen und überragen bei mir sogar das Ärgernis Origin. Ein Serverbrowser, der in einem Webbrowser statt im eigentlichen Spiel läuft und der auch noch den IE erfordert, das sorgt bei mir für Kopfschütteln; von Abstürzen, Verbindungsproblemen, ewigen Ladezeiten, Soundproblemen usw. mal abgesehen. Klar, Battlefield 3 ist ein super Spiel und wäre noch besser, wenn es durch EAs Ideen, eine neue Plattform neben Steam zu etablieren und diese dann auch noch so beschissen zu publizieren, nicht einen Kratzer im Lack bekommen hätte. Da rücken selbst die Cheater, die zahlreiche Exploits dank der Portierung von Konsole zu PC inkl. fehlender Sicherheitsmechanismen ausnutzen, fast schon in den Hintergrund.

Und so amüsiert es mich, die Wellen zu sehen, die da zurzeit geschlagen werden. Ob Radio, TV oder Printmedien: überall ist derzeit von EA und ihrem Origin-Blabla zu lesen und zu hören und das in den allermeisten Fällen im negativen Sinn. Eine Petition mit 9000 Stimmen, Protestaufrufe und inzwischen freiwillge Rücknahmen auch geöffneter Spiele seitens EA und Amazon zeigen, dass es ein Problem gibt. Und besser machen es die "Warnschilder", die Media Markt inzwischen vor den Battlefield-Spielen aufgestellt hat, auch nicht.
Jetzt beschäftigen sich erstmal Datenschutzbeauftragte und Anwälte mit der EULA, Spieler prüfen Wireshark-Logs und verfolgen Angaben des Prozess Explorers, in Foren wird sich gestritten was an den Scans von Origin dran ist und welche Plattform (Steam o. Origin) jetzt mehr Daten sammelt.

Wie auch immer das Ganze ausgeht: ich hoffe, dass EA und auch die üblichen Publisher hier mal eine Lektion gelernt haben und sehen, dass sie Ihre Kunden, die sie groß gemacht haben, nicht verarschen, grundsätzlich kriminalisieren und vielleicht sogar noch ausspionieren können.
Sie sollten alle mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen, denn durch solche Aktionen werden Schwarzkopien und Cracks nur gefördert. Fehlende LAN-Modi, Online- und Plattformzwang, "Schnüffelsoftware" und lauter Mist, der einen Spieletitel und den Spielspaß zunichte macht. Da müssen dann erst wieder Cracker kommen, die Fehler beseitigen, die Plattformen umgehen und das Spiel wieder zu dem machen, was es eigentlich sein sollte: zum Spiel - ohne Zwänge, Ballast, Anbindungen und überflüssigen Müll.

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