Entries from July 2012

Seltsame Bereichsüberwachung

Ich erblickte eben im Infobereich der Taskleiste ein buntes, mir bis dato unbekanntes Symbol. Nach einem Doppelklick auf selbiges öffnet sich ein Fenster mit der Überschrift: "Bereichsüberwachungsprogramm".
Aha ! Sehr aussagekräftig, zumal das Programmfenster außer drei Spaltenüberschriften sonst nichts weiter anzeigt. Sehr interessant ! Was überwacht hier was ?
Über einen Rechtsklick in das Fenster hat man aber die Möglichkeit, Einstellungen vorzunehmen, den Explorer zu öffnen usw. . Und erst bei der Auswahl von "Einstellungen" sieht man - wieder im Fenstertitel -, dass es sich um eine Anwendung von "IBM" handelt. Und schon war mir klar, worum es sich handelt. Nachdem ich gestern die "Quickr Connectors" installierte, wurde heute morgen nach dem Neustart ebendieses Icon und die dazugehörige Anwendung angezeigt.
Aber hätte IBM dem blöden Fenster nicht einfach mal einen aussagekräftigeren Titel oder vielleicht ein Logo spendieren können ??? "Bereichsüberwachungsprogramm" ist ein absolut blöder Name, auch wenn's vielleicht den Sinn der Anwendung beschreibt. Aber "Quickr Bereichsüberwachung" wäre aussagekräftiger und hätte nicht für 'nen Schrecken am frühen Morgen gesorgt. :\




Skepsis vs. Features

Aufgrund immer häufiger auftretender Meldungen hinsichtlich Datenspionage, Datendiebstahls, Hackereinbrüche, Datenhandels, etc. begegnet man mittlerweile immer häufiger technischen Neuheiten und Features mit Skepsis und teils vorsichtiger Zurückhaltung.
So bietet Samsung auf seinem Galaxy S3 die Möglichkeit, das Display erst abzuschalten, wenn man nicht mehr hinsieht. Praktisch, aber will man das ? Glaubt man, dass Samsung oder Google das Gesicht, die Augen oder die Umgebung scannen und in ihren unendlich tiefen Datenbanken ablegen, um Benutzerinformationen miteinander zu verweben ? Nutzt man die Sprachsteuerung des Handys nicht, um seine Stimme nicht auf Servern gespeichert zu haben, aufdass sie mal für irgendwelche Zwecke missbraucht wird ? Fügt man seinen Android-Kontakten keine Bilder hinzu, weil man sich nicht sicher ist, ob Google auch diese sammelt, um Benutzerprofile weiter zu vervollständigen ? Und wie sieht es mit Skype und Viber aus ? Lauschen hier Regierungen und - angeblich - der Mossad (Viber) mit ?
Weshalb findet man eine im Fernseher eingebaute Kamera á la Kinect zwar cool, traut ihr aber nicht, weil man nicht weiß, wohin die eigenen Bilder und das Geschehen im Zimmer übertragen und gespeichert werden ? Und weshalb deaktiviert man die Gesichtserkennung in Kameras und Android-Telefonen sowie Picasa ? Damit die jeweiligen Anbieter hieraus keine Personenzuordnungen erstellen und speichern können ?
Was ist mit der Nutzung von Cloud-Diensten und Online-Speichern ? Viele schmeißen in diese alles herein was sie an Fotos und Dokumenten haben. Aber was passiert damit ? Wenn diese nicht plötzlich - durch einen technischen Fehler oder einen Hackerangriff - der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, vergreift sich dann der jeweilige Anbieter daran ?

Alles Spekulation. Aber man liest es leider immer wieder und häufiger, dass hier bei Pastebin mal wieder Millionen Datensäte mit Userdaten aufgetaucht sind und dort bei Google Dropbox-Galerien einsehbar sind. Da ist der freie Zugriff auf AXIS-Kameras möglich (teilweise inkl. Steuerung) und dort das Mitlesen von WhatsApp-Nachrichten und Facebook-Konversationen.
Und wenn mal herauskommt, dass heimlich Konversationen in einer Chat-Anwendung belauscht oder ein Deep-Scan inkl. Inhaltsauswertung von Dokumenten in einem Cloud-Speicher durchgeführt wurden, heißt's immer nur: "Oh, ein bedauerlicher technischer Fehler."

Es kommen soviele technische und spannende Neuerungen heraus, die auch Spaß und Sinn machen, aber im gleichen Moment steigt auch das Misstrauen ihnen gegenüber.
Aber ist das wirklich begründet ? Keine Ahnung. Wobei: ich weiß nicht, ob ich ein Auto fahren will, das durch eine Sicherheitslücke im Reifendruckkontrollsensor, der seine Daten an den Bordcomputer funkt, gehackt werden kann, aufdass ich mit Vollgas gegen eine Wand rase. Aber ach: wahrscheinlich sind die Ergebnisse des Forschungsteams alles nur Panikmache. ^^

Hardware der Kindheit: ATARI VCS 2600

So langsam habe ich die Hardware meiner Kindheit zusammen. Neben Sinclair ZX 81 und AMIGA noch aus Eigenbestand, kehrte auch der C64 zurück. Jetzt gesellte sich auch noch ein ATARI CVS 2600 dazu. Das Gerät, mit dem ich ca. 1979 meine ersten Spielerfahrungen gesammelt hatte.
Ist irgendwie seltsam, aber auch schön zugleich, die alten Spiele auf 'nem 46"er zu spielen. Ich meine: ist ja nicht so, dass ich in der letzten Zeit nicht an einem 2600er gesessen und gespielt hätte; schließlich bin ich fast regelmäßig auf der Homecon, aber jetzt steht der kleine "hölzerne" Kasten eben bei mir.
Abschließend fehlt nur noch eine PONG-Konsole. Ok, die würde ich noch bekommen, ich möchte aber - wenn möglich - genau die haben, die wir damals daheim hatten. Diese bot nicht nur die PONG-Klassiker "Tennis", "Fußball" und "Eishockey", sondern auch ein weiteres Spiel, in dem man mit einem Cross-Motorrad einen Parcours bewältigen musste. Super ! Zumindest für die damalige Zeit. ;-)
Dieses Gerät zu finden jedoch dürfte schwer bis fast unmöglich sein.
Ich bin mal gespannt. :-)


Wieso so genervt ?

Ich frage mich immer wieder, weshalb uns User anrufen, weil sie ein Problem haben und Hilfe benötigen, dann aber jedesmal furchtbar genervt sind, wenn wir ihnen 2, 3 Fragen stellen, um ihr Problem zu beheben.
Hier schreibt eine Tastatur wirre Zeichen und dutzende wiederholte Buchstaben, da scheint es Netzwerkstörungen zu geben, hier zeigt ein Monitor kein Bild mehr an und da lässt sich eine Datei nicht öffnen.
Alles Dinge, die verschiedene Ursachen haben können, aber wehe man fängt auch nur an zu prüfen woran es liegen könnte und beginnt dem Anwender Fragen zu stellen. Sie holen dann genervt tief Luft, werden ungeduldig, reagieren schnippisch oder sagen sie hätten dazu jetzt keine Zeit.
WARUM ?
Ich meine: dann sollen sie doch mit den Fehlern weiter leben; ich hab' sie ja nicht. Und wenn sie keine Hilfe benötigen, sollen sie erst gar nicht anrufen.
Wenn ich in die Werkstatt fahre, weil mein Auto als absäuft oder nur noch nach links lenkt, dann mach' ich doch auch nicht den Genervten, wenn mich der Wekstattmitarbeiter fragt seit wann das Problem auftritt, was ich getankt habe und ob ich über 'nen Gegenstand gefahren bin.
Wenn mir irgendwann mal jemand eine logische Erklärung für dieses Verhalten abgeben kann, dann sei er/sie herzlich willkommen, denn ich kapier's schlichtweg nicht.

Na dann herzlich willkommen !

Ich erhielt einen Anruf von einem User, der neu sei, die E-Mails für seinen beantragten VPN-Account erhalten habe, jetzt aber das Problem habe, dass die Installation des VPN-Clients scheinbar nicht geklappt hätte.
Ok, für letzteres benötigt er lokale Adminrechte, die ich im ersten Schritt prüfen will und frage ihn für welchen Unternehmensteil er arbeitet, weil es hier unterschiedliche Regelungen bezüglich lokaler Adminrechte gibt.
Seine erschreckende Antwort: "Keine Ahnung."

Ich frage nach: "Wie ? Sie müssen doch wissen, in welchem Unternehmensteil sie arbeiten ?"

Er: "Nein, keine Ahnung."
Ich greife mir an den Kopf. Kann das wirklich sein ?

Ich frage also nochmal - nur sicherheitshalber: "Sie wissen wirklich nicht, in welchem Konzernbereich Sie arbeiten ?", und glaube es einfach nicht.

Er erneut: "Nein. Aber können Sie das nicht anhand meines Namens sehen ?"
*Ächz*

Sicher kann ich das, aber ich glaub's einfach nicht. Ich bewerb' mich doch auch nicht bei der Bundeswehr als Panzerfahrer und weiß das schon nicht mehr, wenn ich gefragt werde: "Bist Du beim Heer, der Luftwaffe oder der Marine ?" *OMG*
Egal: ich suche also nach seinem Namen und der Unternehmenszugehörigkeit.

"Alles klar, sie arbeiten bei den Panzerfahrern."

"Bitte ?"

"Äh...'tschuldigung. Sie arbeiten im Unternehmensbereich XYZ. Dann müssten Sie eigentlich ein Willkommensschreiben mit dem entsprechenden Bereichs-Logo im Briefkopf bekommen haben. Aber egal. Also....zu den Adminrechten: die haben Sie auf Ihrem Rechner. Dann würde ich mich eben gerne mal aufschalten und nachsehen."

"Ja, machen Sie das."
Ich schalte mich remote auf seinen Rechner und prüfe das VPN-Zertifikat. Alles klar, liegt vor.
Dann prüfe ich die Installation: nix installiert. Also frage ich ihn ob es denn eine Fehlermeldung bei der Installation gab und er so vorging wie in der Anleitung beschrieben.

"Ja, es gab einen Fehler, aber ich weiß nicht mehr welchen. Habe das so gemacht wie in der Anleitung beschrieben."
Und so öffne ich das per E-Mail zugestellt PDF mit der Installationsanleitung und frage:

"Hier, auf diesen Link haben Sie geklickt ?"

Er: "Öh.....*stammel*....äh...nee, den habe ich nicht gesehen."
Ist ja interessant. Da frage ich mich doch, WAS er installiert hat - angeblich ???

Ich: "Ach ja ?! Na, den sollten Sie aber mal anklicken !"
Ich mach's für ihn und die Installation läuft durch. Fehlerfrei !

Er nur: "Ach !"

Ich: "Ja, ach !"
Dann mal herzlich willkommen im Unternehmen, von dem man keine Ahnung hat, dass man darin arbeitet. Und wenn er schon so anfängt, indem er nicht weiß, wo er arbeitet, indem er keine Anleitung befolgt und Dinge behauptet, die nicht stimmen, dann kann's ja heiter werden.
Solche Angestellten braucht das Land !

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