Aus dem Alltag eines IT'lers

Medal of Honor - Gar nicht so schlecht !

Spielereien Bei einem Preis von 19,- € griff ich zum aktuellen Medal of Honor, aller vernichtender Kritiken zum Trotz. Aber was soll man bei einem solchen Preis auch falsch machen ? Und dazu kann ich nur sagen: eigentlich nichts, denn das Spiel macht wirklich Spaß.
Angespielt habe ich bisher nur den Singleplayermodus, aber auch der wurde bereits von der Presse niedergemacht, während CoD:BO in den Himmel gelobt wurde.
Ich persönlich kann nur sagen: ich sehe es komplett gegenteilig. Während ich den Black Ops Singleplayermodus schnell links liegen gelassen habe, weil mir das überdrehte Moorhuhngeballer mit seinen Schlauchlevels und den zwanghaften gescripteten Ereignissen auf den Keks ging, spiele ich derzeit nur den Multiplayermodus. Dieser kommt - meiner Meinung nach - nicht an die Vorgänger wie CoD UO oder CoD MW1 heran, ist aber ok.

Medal of Honor hingegen fesselte mich gleich zu Anfang wesentlich mehr. Irgendwie wirkt die Story realistischer und wurde so umgesetzt, dass man sich schnell hineinfindet und die Schleichpassagen auch ja so gewissenhaft und leise wir nur irgend möglich absolviert, um sich und das eigene Team sicher und unerkannt durch die feindlichen Linien zu bekommen. Gepaart mit filmreifen Zwischensequenzen kommt dabei eine stimmige Atmosphäre auf.

Sicher: die KI ist manchmal blöde und so stellen sich die eigenen Kameraden gerne mal in die Feuerlinie des Spielers, um sich dann über den Teambeschuss zu beschweren. Sie reagieren bisweilen nicht auf Gegner, die direkt neben ihnen stehen oder laufen auch mal endlos gegen ein Auto, ohne weiterzukommen, sodass man sie "wegschieben" muss, damit sie ihren Weg weitergehen, aufdass ein gescriptetes Ereignis ausgelöst wird.
Aber ganz ehrlich: Black Ops macht's da nicht besser und die Levels wirken sogar noch schlauchförmiger.

Was den Multiplayerpart von MOH angeht, so kann ich diesen nicht beurteilen, weil ich ihn nicht gespielt habe.
Bei allen von mir gespielten MOH-Vorgängern spielte ich auch nur den Singleplayermodus, weil MOH für mich immer - wie auch Soldier of Fortunde - nur ein Singleplayerspiel war, während ich die Multiplayerpartien in RTCW oder CoD bzw. UT austrug.

Wer sich trotz der schlechten Kritik der Presse nicht abschrecken lässt, sollte für den günstigen Preis zugreifen, denn das Spiel macht wirklich Spaß und ist dazu auch grafisch recht ansprechend gelungen.
Ich weiß nicht was all die Magazine bekommen haben, dass der Titel gegen CoD:BO so abgestunken hat, aber diesen umfangreichen Diss hat er aus meiner Sicht nicht verdient.

Und was mich darüberhinaus gefreut hat: wie auch bei BF:BC2 hat man als ehrlicher Käufer die Wahl - nach Eingabe des CD-Keys vom Heftchen - das Spiel online zu aktivieren oder es mit eingelegter Disc zu spielen. Danke, EA !
Diese Mentalität dürfte inzwischen leider auch Geschichte sein, denn EAs "Dead Space 2" erfordert wohl die Aktivierung über STEAM. :-(

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